<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Unterscheidung</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unterscheidung"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Unterscheidung rootpage-Unterscheidung skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Unterscheidung</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Die <b>Unterscheidung</b> (lateinisch <i><a href="Distinktion_(Logik)" title="Distinktion (Logik)">distinctio</a></i>; griechisch διάκρισις, διορισμός) ist eine Grundtätigkeit des <a href="Denken" title="Denken">Denkens</a>. Sie besteht in der „[…] aktiven Feststellung bzw. Klarlegung von Unterschieden, Verschiedenheiten, Andersheiten.“<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie ist eine Voraussetzung der <a href="Klassifikation" title="Klassifikation">Klassifikation</a> und der <a href="Erkenntnis" title="Erkenntnis">Erkenntnis</a>. Die Praxis zur Unterscheidung ist der <a href="Vergleich_(Philosophie)" title="Vergleich (Philosophie)">Vergleich</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aspekte_des_Begriffs">Aspekte des Begriffs</h2></div>
<p>Die folgenden Aspekte sind Zusammenstellungen aus gängigen Wörterbüchern. „Unterscheiden“ bzw. „Unterscheidung“ sind ganz selbstverständliche Termini, die selten reflektiert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gebrauch_des_Wortes">Gebrauch des Wortes</h3></div>
<p>Das Verb „unterscheiden“ ist laut Wörterbuch der Brüder Grimm schon seit dem 8. Jahrhundert in Gebrauch. Damals hieß das Stammverb <i>skeidan</i> und veränderte sich später in <i>scheiden</i>. Verwendet wurde es im Sinne von „teilen, trennen, entscheiden, beilegen, beenden, auslegen“. An diesem Gebrauch hat sich nach Auskunft neuester Wörterbücher im Wesentlichen nichts geändert.
</p><p>Mit Unterscheidungen wird die Welt eingeteilt, bzw. geordnet. Quantitäten werden gezählt, geteilt und getrennt. Richterliche Unterscheidungen legen Streitigkeiten bei und beenden durch Entscheidungen unklare Rechtsverhältnisse. Mit Unterscheidungen werden 'Menschen von Menschen' und 'Sachen von Sachen' nach Verschiedenheiten getrennt, auch Unterschiede genannt. Unterschiede sind abweichende <a href="Merkmal" title="Merkmal">Merkmale</a> (<a href="Kriterium" title="Kriterium">Kriterien</a>), die als Basis fürs Unterscheiden dienen. Unterscheidungen des <a href="Verhalten_(Biologie)" title="Verhalten (Biologie)">Verhaltens</a> oder Aussehens verwenden Menschen untereinander und füreinander. Über Dinge, Tiere, Pflanzen, chemische Stoffe werden Unterscheidungen getroffen, indem sie nach Eigenschaften (<a href="Qualit%C3%A4t" title="Qualität">Qualitäten</a>) getrennt werden.
</p><p>In der philosophischen Tradition werden Unterscheidungen in <a href="Kategorien" title="Kategorien">Kategorien</a> schematisiert. Daraus lassen sich unterschiedliche <a href="Logik" title="Logik">logische</a> bzw. <a href="Ontologie" title="Ontologie">ontologische</a> Gesetzmäßigkeiten und Begriffe entwickeln, unter denen z. B. <a href="Substanz" title="Substanz">Substanz</a> und <a href="Kausalit%C3%A4t" title="Kausalität">Kausalität</a> noch heute als allgemein gültige Unterscheidungen gelten.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Unterscheidungen von Gegenständen und Themen nach <a href="Muster" title="Muster">Mustern</a>, <a href="Muster_(Struktur)" title="Muster (Struktur)">Strukturen</a> und <a href="Koh%C3%A4renztheorie" title="Kohärenztheorie">Zusammenhängen</a> zu ordnen wird in der <a href="Kognitionswissenschaft" title="Kognitionswissenschaft">Kognitionswissenschaft</a> als <a href="Kategorisierung_(Kognitionswissenschaft)" title="Kategorisierung (Kognitionswissenschaft)">Kategorisierung</a> behandelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unterscheiden_und_Bewerten">Unterscheiden und Bewerten</h3></div>
<p>Alle Unterscheidungen beruhen auf Bewerten und Beurteilen: wie z. B. <a href="Das_Gute" title="Das Gute">Gut</a> und <a href="Das_B%C3%B6se" title="Das Böse">Böse</a>, <a href="Schuld_(Ethik)" title="Schuld (Ethik)">Schuld</a> und <a href="Unschuld" title="Unschuld">Unschuld</a>, <a href="Richtig" class="mw-redirect" title="Richtig">Richtig</a> und <a href="Falsch" class="mw-redirect mw-disambig" title="Falsch">Falsch</a> usw. Auch Unterscheidungen wie <i>rechts</i> und <i>links</i> für Parteien. Unterscheidungen können veralten, wenn sie anders bewertet werden: Dann gehören sie der Vergangenheit an. Bestimmte Unterscheidungen sind nicht nachvollziehbar; es gibt außerdem törichte, hinderliche und hinfällige Unterscheidungen. Das <a href="Kaleidoskop" title="Kaleidoskop">Kaleidoskop</a> der Unterscheidungen und Bewertungen ist unerschöpflich.
Wir treffen grundsätzliche Unterscheidungen (z. B. zwischen <a href="Wissenschaft" title="Wissenschaft">Wissenschaften</a>, <a href="Soziale_Norm" title="Soziale Norm">Normen</a>, Zielen …). Selbst sachliche Unterscheidungen hängen vom Bewerten ab – also von ganz bestimmten Entscheidungen, die wiederum von <a href="Einstellung_(Psychologie)" title="Einstellung (Psychologie)">Einstellungen</a>, <a href="Weltanschauung" title="Weltanschauung">Weltanschauungen</a>, <a href="Religion" title="Religion">Religion</a>, Parteizugehörigkeit u. ä. m. entschieden oder bestimmt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unterscheidung_und_Bedeutung">Unterscheidung und Bedeutung</h3></div>
<p>Was Menschen sehen, hören, fühlen, wird bewertet und unterschieden. Unterschiedenes wird in Worte gefasst und so <a href="Bedeutung" title="Bedeutung">Bedeutung</a> geäußert. Moderne Philosophen sagen, dass diese Bedeutungen die Welt ausmachen, in der wir leben.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durch Unterscheidung wird diese Lebenswelt übersichtlicher, bzw. die „Komplexität von Welt“ reduziert (<a href="Niklas_Luhmann" title="Niklas Luhmann">Niklas Luhmann</a>). Alle Bedeutungen sind Unterscheidungen. Sie markieren einen momentanen Zustand, Wiederholungen sowie Zusammenhänge. Unterscheidungen sind der Rahmen von anderen Unterscheidungen. Alles, was erkannt wird, basiert auf Unterscheidungen. Diese nennt man auch <a href="Differenz_(Luhmann)" title="Differenz (Luhmann)">Differenzierungen</a>. Wenn jemand differenziert denkt, dann macht er viele Unterschiede.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Zusammenhang zwischen Bedeutung und Unterscheidung zeige sich z. B. wenn Gesichter erkannt werden. Es gäbe Gesichter, die uns etwas sagen oder uns wenig oder nichts sagen. Entsprechend wenden wir uns ihnen zu oder nicht. Bis zum Alter von sechs Monaten sind Menschenkinder in der Lage sowohl Affengesichter als auch Menschengesichter zu unterscheiden. Dann verliert sich diese Unterscheidungsfähigkeit und es werden nur noch Gesichter von Menschen unterschieden.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Idee_der_Unterscheidung">Die Idee der Unterscheidung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Philosophie">Philosophie</h3></div>
<p>Jeder Wissenschaftler, Dichter, und Autor, dürfte die Denkfigur des Unterscheidens und damit Unterscheidungen benutzen. Für die Interpretation von Texten dürfte das Entdecken von Unterscheidungen hilfreich sein, denn sie setzen Bewertungsmaßstäbe, bzw. Überzeugungen voraus. Poststrukturalistische Theorien unserer Zeit haben diesen Zusammenhang unter dem Terminus "Differenz" aufgegriffen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Unterscheidungen durch Beobachten und Reflektieren</i>:
Philosophieren bedeutete für die Mehrheit der antiken Griechen, sinnliche Erfahrungen zu reflektieren.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es ergaben sich Unterscheidungen zwischen allgemeinen Prinzipien und einzelnen Phänomenen. Man erfand Gesetze, denen regelhafte Unterscheidungen zugrunde lagen, wie den <a href="Satz_des_Thales" title="Satz des Thales">Satz des Thales</a> oder den <a href="Satz_des_Pythagoras" title="Satz des Pythagoras">Satz des Pythagoras</a>. Man suchte Unterscheidungen für Lösungen von Fragen, die Natur und Mensch in dieser Welt aufwerfen. Man fand unterscheidbare, abstrakte Gesetzmäßigkeiten der Natur (Atomlehre des <a href="Demokrit" title="Demokrit">Demokrit</a>) und deutlich unterscheidbare Zusammenhänge zwischen Naturphänomenen (<a href="Xenophanes" title="Xenophanes">Xenophanes</a> behauptete, die Verdunstung von Wasser bewirke bestimmte Wettererscheinungen.)<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In allen Bereichen wurde das Viele beobachtet, analysiert, nach unterschiedlichen Merkmalen geordnet und so Ordnungen (Kategorien) geschaffen. So z. B. in der Frage nach den Grundbausteinen von Sprache (Schrift, Grammatik, Rhetorik) durch die <a href="Sophisten" title="Sophisten">Sophisten</a>. Man formulierte umfassende Ideen (Theorien), um Einzelphänomene auf ein Ganzes (Kosmos) hin zu denken, und <a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> behauptete: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Den Anfang von allem hielt <a href="Anaximander" title="Anaximander">Anaximander</a> für unerforschbar und unbestimmbar.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Gemeinsame Unterscheidungen ergeben sich im Dialog</i>:
Die sokratischen Dialoge – auch wenn sie dichterische Erfindungen Platons sind – können einen Eindruck davon geben, welche und wie Unterscheidungen in Gesprächen zwischen Philosophen getroffen wurden. Es wurden Normen und Vorurteile geprüft, Begriffsklärungen vorgenommen, gemeinsam Lösungsmöglichkeiten durchdacht. Das Bemühen um Unterscheidungen, auf die man sich einigen konnte, führte oft zu verwirrenden <a href="Aporie" title="Aporie">Gesprächssituationen</a> für alle Beteiligten.
</p><p>Der Dialog als Mittel der Verständigung wird auch heute praktiziert. Unternehmen schätzen es, wenn Ideen, z. B. in Teambesprechungen, dialogisch gewonnen werden.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Falls es nicht gelang, gemeinsame Unterscheidungen zu treffen, wurde dieses Problem Thema des jeweiligen Dialoges. <a href="Platon" title="Platon">Platon</a> behauptete u. a., dass ein Diskurs immer dann strittig werde, wenn entweder Sachverhalte oder Überzeugungen Irrtümer enthalten.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Um solche Schwierigkeiten zu bewältigen, seien eigenes Denken und Bearbeiten der Sache unerlässlich.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die ersten kompletten Darstellungen solcher Unterscheidungen gelangen aus heutiger Sicht Aristoteles.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Logik">Logik</h4></div>
<p>Die Logiker bemühten sich darum, Unterscheidungen unverwechselbar zu bestimmen. Nach <a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> kommt das Unterscheidungsvermögen (<i>κριτικόν</i>) der <a href="Seele" title="Seele">Seele</a> zu.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er nennt <i>quantitative</i> und <i>qualitative Unterscheidungen</i>.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ferner soll er als erster Unterscheidungen nach <i>wesentlichen</i>, <i>unwesentlichen</i> und <i>zufälligen</i> Merkmalen geordnet haben. <a href="Wesen" class="mw-disambig" title="Wesen">Wesentliche</a> Merkmale nannte er diejenigen, die für eine bestimmte <a href="Gattung_(Biologie)" title="Gattung (Biologie)">Gattung</a> von Lebewesen zutraf und nach denen man eine bestimmte <a href="Spezies" class="mw-disambig" title="Spezies">Spezies</a> (Art) unverwechselbar von einer anderen unterscheiden konnte. Dieser wesentliche Unterschied ging unter der Bezeichnung "differentia spezifica" in die <a href="Methode_(Erkenntnistheorie)" class="mw-redirect" title="Methode (Erkenntnistheorie)">Methode</a> des <a href="Definieren" class="mw-redirect" title="Definieren">Definierens</a> ein.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Davon trennte er die zufälligen Unterscheidungen ("differentia accidentalis"), die keine bestimmte Unterscheidung zwischen den Arten zuließen (z. B. die Zweibeinigkeit). Als drittes Unterscheidungskriterium nannte er die Verschiedenheiten, die zwischen zwei Exemplaren ein und derselben Art vorhanden sind, die "differentia numerica" (z. B. die Augenfarbe). Hier handelt es sich um ein <a href="Hierarchie" title="Hierarchie">hierarchisches</a> System für Unterscheidungen, dessen Teile wiederum von anderen Unterscheidungen, bzw. Bewertungen bestimmt werden.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Scholastik" title="Scholastik">Scholastiker</a>, insbesondere die <a href="Scotismus" title="Scotismus">Scotisten</a>, unterschieden für ihre <a href="Begriff" title="Begriff">begrifflichen</a> Unterscheidungen: den Unterschied, der mit einem sachlichen Unterschied korrespondiert ("distinctio rationis") und den formalen, d. h. abstrakten Unterschieden ("distinctio formalis").<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In mittelalterlichen Diskursen spielte diese Unterscheidung eine wichtige Rolle. Die 'distinctio formalis' war eine Art "gerechtfertigte, bzw. wahre Aussage".<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ontologische_Unterscheidungen">Ontologische Unterscheidungen</h4></div>
<p>Auf Substanzen und ihre Eigenschaften bezogen bezeichnet der Begriff <i>distinctio realis</i> den Unterschied zwischen zwei unterschiedlichen Substanzen; dagegen bedeutet <i>distinctio modalis</i> einerseits den Unterschied zwischen einer Substanz und ihren Eigenschaften, andererseits den Unterschied zwischen den Eigenschaften einer Substanz.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Erkenntnistheorie">Erkenntnistheorie</h4></div>
<p>Nach <a href="David_Hume" title="David Hume">Hume</a> sind alle Vorstellungen („ideas“), welche verschieden („different“) sind, trennbar („separable“).<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <i>distinction of reason</i> (gedankliche, begriffliche Unterscheidung) schließt weder eine Verschiedenheit noch eine Trennung ein. Sie beruht auf der Betrachtung eines und desselben nach verschiedenen Gesichtspunkten.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p><a href="Immanuel_Kant" title="Immanuel Kant">Kant</a> schreibt: </p><div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„<i>Es ist ganz was anderes, Dinge voneinander unterscheiden, und den Unterschied der Dinge erkennen. Das letztere ist nur durch Urteilen möglich. ... Logisch unterscheiden heißt erkennen, daß ein A nicht B sei, und ist jederzeit ein verneinendes Urteil. Physisch unterscheiden heißt, durch verschiedene Vorstellungen zu verschiedenen Handlungen getrieben werden.</i><sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Konstruktivismus">Konstruktivismus</h4></div>
<p>Eine besondere Bedeutung hat Unterscheidung im <a href="Konstruktivismus" class="mw-disambig" title="Konstruktivismus">Konstruktivismus</a>, vor allem im <a href="Radikaler_Konstruktivismus" title="Radikaler Konstruktivismus">Radikalen Konstruktivismus</a>. Konstruktivisten gehen davon aus, dass sich die Realität nicht von selbst zeige. Die Wirklichkeit wird nicht vorgefunden, sondern wir erfinden sie. Unterschiede wie zum Beispiel Farben und Formen seien Unterscheidungen die Menschen treffen.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kybernetiker, wie <a href="W._Ross_Ashby" title="W. Ross Ashby">W. Ross Ashby</a> sagen über den Terminus Unterscheidung: "The most fundamental concept in cybernetics is that of difference, either that two things are recognisably different or that one thing has changed with time."<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus ethnologischer Sicht formulierte <a href="Gregory_Bateson" title="Gregory Bateson">Gregory Bateson</a>: "Es bedarf zweier Etwasse, um einen Unterschied hervorzubringen."<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Psychologie">Psychologie</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Psychophysik">Psychophysik</h4></div>
<p>Das Unterscheidungsvermögen, auch als <a href="Diskrimination" title="Diskrimination">Diskriminationsvermögen</a> bezeichnet, der Sinne ist seit den Pionierarbeiten des Leipziger Physiologen <a href="Ernst_Heinrich_Weber" title="Ernst Heinrich Weber">Ernst Heinrich Weber</a> (1795–1878) und des Physikers <a href="Gustav_Theodor_Fechner" title="Gustav Theodor Fechner">Gustav Theodor Fechner</a> (1801–1887) häufig untersucht worden.
E. Weber untersuchte mit <a href="Psychophysik" title="Psychophysik">psychophysikalischen</a> Experimenten das menschliche Unterscheidungsvermögen für Gewichte und entdeckte dabei eine konstante Unterschiedsschwelle auf physikalische Reize: "Der eben merkliche Unterschied zweier Reize (dS) steht zur absoluten Größe des Standardreizes (S) in konstantem Verhältnis (dS/S=k)"
Fechner fand für alle Sinnesqualitäten eine logarithmische Abhängigkeit der Empfindungsintensität von der Reizstärke.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Neurophysiologie">Neurophysiologie</h3></div>
<p>Die Neurophysiologen des 20. Jahrhunderts entdeckten ein weiteres Grundphänomen der Wahrnehmung, das zur Bildung von geistigen Grenzen führt, in der Kontrastbildung. Eine automatisch-physiologische Kontrastbildung (=Grenzbildung) ist in allen Sinnesbereichen nachweisbar. Sie beruht auf einer besonderen Verschaltung innerhalb der Leitungsbahnen (<a href="Erregungsleitung" title="Erregungsleitung">Konvergenz – Divergenz</a>), die von den Sinnesorganen zum Gehirn ziehen (<a href="Laterale_Hemmung" title="Laterale Hemmung">Laterale Hemmung</a>). Dieses Prinzip ist in allen Ebenen des Nervensystems wirksam, auch in der Großhirnrinde und könnte mit der Tätigkeit 'unterscheiden', bzw. der 'Unterscheidungsfähigkeit' zusammenhängen. In Tierversuchen mit Primaten konnte nachgewiesen werden, dass "Unterschiede", z. B. Merkmale von Gesichtern, durch die Aktivität einzelner Neuronen repräsentiert sind.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Soziologie">Soziologie</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Systemtheorie">Systemtheorie</h4></div>
<p><a href="Niklas_Luhmann" title="Niklas Luhmann">Niklas Luhmann</a> stellt in seiner <a href="Systemtheorie" title="Systemtheorie">Systemtheorie</a> die Unterscheidung ins Zentrum erkenntnistheoretischer Überlegungen. Luhmann stützt sich dabei auf die "<a href="Gesetze_der_Form" title="Gesetze der Form">Laws of Form</a>" des Mathematikers <a href="George_Spencer-Brown" title="George Spencer-Brown">George Spencer-Brown</a>, der in seinem logischen Kalkül die Unterscheidung als Basis der Logik postuliert.
</p><p>Siehe auch <a href="Differenz_(Luhmann)" title="Differenz (Luhmann)">Differenz (Luhmann)</a>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sprachwissenschaft">Sprachwissenschaft</h3></div>
<p>Siehe <a href="Diff%C3%A9rance" title="Différance">Différance</a> (<a href="Jacques_Derrida" title="Jacques Derrida">Jacques Derrida</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Diskrimination" title="Diskrimination">Diskrimination</a></li>
<li><a href="Diskriminierung" title="Diskriminierung">Diskriminierung</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Theodor_M._Bardmann" title="Theodor M. Bardmann">Theodor M. Bardmann</a>: <i>Die Kunst des Unterscheidens.</i> Wiesbaden 2015.</li>
<li><a href="Bazon_Brock" title="Bazon Brock">Bazon Brock</a>: <i>Gefährliche Unterscheidungen zwischen theoretisch und praktisch.</i> In: <i>Moderne und Historizität</i> (= <i>Nietzsche Kolleg.</i> Band 11). Weimar 2009.</li>
<li>Joachim Bromand, Guido Kreis (Hrsg.): <i>Was sich nicht sagen lässt: Das Nicht-Begriffliche in Wissenschaft, Kunst und Religion.</i> Berlin 2010.</li>
<li><a href="Rudolf_Eisler_(Philosoph)" title="Rudolf Eisler (Philosoph)">Rudolf Eisler</a>: <i>Wörterbuch der philosophischen Begriffe.</i> Dritter Band: <i>Sci–Z.</i> 3. Auflage. Mittler, Berlin 1910, S. 1593–1596.</li>
<li>Mark Euler: <i>Zusammen unterscheiden: Europa, Logik des Interpretierens und der Dialog der Kulturen.</i> Dissertation Oldenburg 2006. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=dLBiW2dncdoC&printsec=frontcover&dq=unterscheiden&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwik--CsmfjQAhUnKMAKHRf6DtwQ6AEIIDAB#v=onepage&q=unterscheiden&f=false">Google-Buch</a></li>
<li>Dieter Filsinger: <i>Ethnische Unterscheidungen in der Einwanderungsgesellschaft: eine kritische Analyse; Expertise.</i> Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2010.</li>
<li><a href="Hermann_Friedrich_Wilhelm_Hinrichs" title="Hermann Friedrich Wilhelm Hinrichs">Hermann Friedrich Wilhelm Hinrichs</a>: <i>Grundlinien der Philosophie der Logik als Versuch einer wissenschaftlichen Umgestaltung ihrer bisherigen Principien.</i> Halle 1826. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=-yRLAAAAYAAJ&pg=PA27&dq=unterscheiden&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi7gIOro_jQAhXIWRoKHbIiD6Y4PBDoAQgxMAQ#v=onepage&q=unterscheiden&f=false">Google-Buch.</a></li>
<li><a href="Rodrigo_Jokisch" title="Rodrigo Jokisch">Rodrigo Jokisch</a>: <i>Logik der Distinktionen: Zur Protologik einer Theorie der Gesellschaft.</i> Wiesbaden 1996.</li>
<li>Carsten Klein: <i>Kategoriale Unterscheidungen als Grenzbereiche des Propositionalen.</i> Bonn 2000.</li>
<li><a href="Hans_Lenk" class="mw-disambig" title="Hans Lenk">Hans Lenk</a>: <i>Kritik der logischen Konstanten. Philosophische Begründungen der Urteilsformen vom Idealismus bis zur Gegenwart.</i> Habilitationsschrift Berlin 1968.</li>
<li><a href="John_Locke" title="John Locke">John Locke</a>: <i>Von dem Unterscheiden und anderen Tätigkeiten des Verstandes.</i> In: John Locke: <i>Ein Versuch über den menschlichen Verstand.</i> 11. Kapitel. e-artnow, Prag 2014. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=cSy8AwAAQBAJ&pg=PT110&dq=unterscheiden&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjP8_XfpfjQAhWQzRoKHfSlA8g4UBDoAQggMAE#v=onepage&q=unterscheiden&f=false">Google-Buch.</a></li>
<li><a href="Armin_Nassehi" title="Armin Nassehi">Armin Nassehi</a>: <i>Die Macht der Unterscheidung: Ordnung gibt es nur im Durcheinander.</i> Hamburg 2013.</li>
<li><a href="Sighard_Neckel" title="Sighard Neckel">Sighard Neckel</a>: <i>Die Macht der Unterscheidung: Essays zur Kultursoziologie der modernen Gesellschaft.</i> Hamburg 2000.</li>
<li>Hans Wolfgang Schaffnit: <i>Über das Unterscheiden. De la différenciation. About distinguishing. Della differenziazione.</i> Stockholm/Locarno 1995. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=0CKM9EFC74YC&dq=unterscheiden&hl=de&source=gbs_navlinks_s">Google-Buch.</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Rudolf Eisler: <i>Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Dritter Band Sci - Z.</i> 3. Auflage. Mittler, Berlin 1910, S. 1593.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Johannes Hoffmeister: <i>Wörterbuch der philosophischen Begriffe</i>, Hamburg 1955, 2. Aufl.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gerd Brand: <i>Die Lebenswelt</i>. Wiesbaden 1971 S. 273f.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Jan Lorenz Wilhelm: <i>Wozu Evaluation?</i> Potsdam 2012, S. 105.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Fotis Jannidis u. a. (Hg.): <i>Regeln der Bedeutung</i>. Berlin/New York 2003, S. 559.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Peter_Engelmann" class="mw-disambig" title="Peter Engelmann">Peter Engelmann</a>: <i>Postmoderne und Dekonstruktion. Einführung.</i> In: Ders.: <i>Postmoderne und Dekonstruktion. Texte französischer Philosophen der Gegenwart.</i> Stuttgart 2015, S. 5–32.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Theodor_Gomperz" title="Theodor Gomperz">Theodor Gomperz</a>: <i>Griechisches Denken.</i> 1. Band, 4. Aufl. Frankfurt a. M. 1999, S. 3–36.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <i>Fragment 1</i> bei <a href="Hermann_Diels" title="Hermann Diels">Hermann Diels</a>: <i>Die Fragmente der Vorsokratiker</i>. 6. verb. Aufl. hrsg. v. <a href="Walther_Kranz" title="Walther Kranz">Walther Kranz</a>, Bd. 1, Berlin 1951, 113-139.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wolfgang_Schadewaldt" title="Wolfgang Schadewaldt">Wolfgang Schadewaldt</a>: <i>Das Weltmodell der Griechen</i>. Vortrag im SWR. Hörbuch, SWR Edition 2013. Text auf der Homepage des Altphilologen Jörg Dittmer: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.chairete.de/Frstart.htm.">Titel unter Suche eingeben.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Z. B. Ludwig Paul Häußner: <i>Dialog, Führung und Zusammenarbeit.</i> Diss. Universität Karlsruhe 2009. Ibs. „Der sokratische Dialog im Kontext von Mitsein und Wirsein.“ S. 40–43.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Platon: Die <i><a href="Sophistes" title="Sophistes">Sophisten</a></i>,(237a-c). – Interessant im Zusammenhang ist dort der Exkurs zu Platons <a href="Ideenlehre" title="Ideenlehre">Ideenlehre</a>, für die neue Unterscheidungen gemacht werden. (Ebd. 237b-264b)</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Dorothea_Frede" title="Dorothea Frede">Dorothea Frede</a>: <i>Dialoge als Erinnerung</i>. In: <a href="Mark_Siebel" title="Mark Siebel">Mark Siebel</a> & Mark Textor: <i>Semantik und Ontologie: Beiträge zur philosophischen Forschung.</i> Frankfurt 2004, S. 285.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Johannes_Hirschberger" title="Johannes Hirschberger">Johannes Hirschberger</a>: <i>Kleine Philosophiegeschichte</i>. Freiburg i. B. 1961, S. 34–38.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Aristoteles: <a href="De_anima" title="De anima">De anima</a> III 9, 432 a 16.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Aristoteles, Metaphysik V 9, 1018 a 12.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Klaus_Oehler" title="Klaus Oehler">Klaus Oehler</a>: <i>Die Lehre vom Noetischen und Dianoetischen Denken bei Platon und Aristoteles.</i> Hamburg 1984. S. 82.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Thomas Blume: <i>Differenz</i>. <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20161213082545/http://www.philosophie-woerterbuch.de/online-woerterbuch/?title=Differenz&tx_gbwbphilosophie_main%5Bentry%5D=233&tx_gbwbphilosophie_main%5Baction%5D=show&tx_gbwbphilosophie_main%5Bcontroller%5D=Lexicon&cHash=55592c6f5305ce06ebe85a942def545f">Online-Wörterbuch der Philosophie.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-position:center right!important;background-repeat:no-repeat!important}body.skin-minerva .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/OOjs_UI_icon_external-link-ltr-progressive.svg")!important;background-size:10px!important;padding-right:13px!important}body.skin-timeless .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a,body.skin-monobook .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/MediaWiki_external_link_icon.svg")!important;padding-right:13px!important}body.skin-vector .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/Link.ernal-small-ltr-progressive.svg")!important;background-size:0.857em!important;padding-right:1em!important}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.philosophie-woerterbuch.de%2Fonline-woerterbuch%2F%3Ftitle%3DDifferenz%26tx_gbwbphilosophie_main%255Bentry%255D%3D233%26tx_gbwbphilosophie_main%255Baction%255D%3Dshow%26tx_gbwbphilosophie_main%255Bcontroller%255D%3DLexicon%26cHash%3D55592c6f5305ce06ebe85a942def545f">Originals</a></span> vom 13. Dezember 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.philosophie-woerterbuch.de/online-woerterbuch/?title=Differenz&tx_gbwbphilosophie_main%5Bentry%5D=233&tx_gbwbphilosophie_main%5Baction%5D=show&tx_gbwbphilosophie_main%5Bcontroller%5D=Lexicon&cHash=55592c6f5305ce06ebe85a942def545f">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.philosophie-woerterbuch.de/online-woerterbuch/?title=Differenz&tx_gbwbphilosophie_main%5Bentry%5D=233&tx_gbwbphilosophie_main%5Baction%5D=show&tx_gbwbphilosophie_main%5Bcontroller%5D=Lexicon&cHash=55592c6f5305ce06ebe85a942def545f">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.philosophie-woerterbuch.de</span></span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Volker_Peckhaus" title="Volker Peckhaus">Peckhaus, Volker</a>, <i>distinctio</i>, in: Mittelstraß (Hrsg.), <i>Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie</i>, 2. Aufl. 2005, S. 236f.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">vgl. Henryk Anzulewicz: <i>Die theologische Relevanz des Bildbegriffs und des Spiegelbildmodells in den Frühwerken des Albertus Magnus</i>. Münster 1999, S. 91.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ren%C3%A9_Descartes" title="René Descartes">Descartes, René</a>: <a href="Meditationen_%C3%BCber_die_Grundlagen_der_Philosophie" class="mw-redirect" title="Meditationen über die Grundlagen der Philosophie">Meditationen über die Grundlagen der Philosophie</a>, Meiner 1993, Anm. S. 5.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Hume, David: <i>Treatise of Human Understanding</i>. In: <i>The philosophical works</i>. Bd. 1. Edinburgh 1826, 43</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="David_Hume" title="David Hume">Hume, David</a>: <i>Treatise of Human Understanding</i>. In: <i>The philosophical works</i>. Bd. 1. Edinburgh 1826, 43 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Kant, Immanuel: <i>Von der falschen Spitzfindigkeit</i>, § 6</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Ernst_von_Glasersfeld" title="Ernst von Glasersfeld">Ernst von Glasersfeld</a>: <i>Konstruktion der Wirklichkeit und der Begriff der Objektivität</i>. In: <a href="Heinz_von_Foerster" title="Heinz von Foerster">Heinz von Foerster</a> u. a.: <i>Einführung in den Konstruktivismus; Veröffentlichungen der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung</i>, 5; München: Piper, 1992, S. 9–39.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">W. Ross Ashby: <i>An Introduction to Cybernetics</i>. 1955, S. 9.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Bateson: <i>Geist und Natur</i>. Frankfurt/M. 1979, S. 90.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Manfred_Spitzer" title="Manfred Spitzer">Manfred Spitzer</a>: <i>Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens</i>. Heidelberg 2006, S. 86–89.</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-06-24" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Unterscheidung&oldid=257319913">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>